Tuesday, June 20, 2006

Las Lomas de Arena

Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 8000 km/h haben wir in den Las Lomas de Arena, ca. eine 3/4 Stunde von Sta.Cruz entfernt, versucht Bier zu trinken und zu sandboarden. Beides von mässigem Erfolg gekrönt. Aber trotzdem einfach nur atemberaubend schön.
With a windspeed of est. 8000 km/h we tried to do both, drinking beer and sandboarding, it was hard i can tell. The Lomas are about a 45 minutes car-ride away from Sta.Cruz. Really beautyful area there.
(^) Arletta(Chile) & Chris(Bavaria)


(^) Der Mann mit dem Bier... / The man with the beer...
(^) Die Parkmiliz; Abteilung Kavallarie / The Park-Cavallry


(^)Runter kommt man immer, aber hoch ist schwieriger / They all come down somehow but to get up is harder

Sunday, June 18, 2006

Wissen ist Macht


abisolierte Kabelenden, unten aufgedröselt!!!!!!!!!!

Jodanga

I own Ketchup! 10 g's!

(Oben / Above) Die beiden links sind zweit gefuxxt-chillte Neu-Seeländer, Great-Barrier Island / The two guys on the left are chilled out folks from New-Zealand, Great-Barrier Island
(Oben / Above) Me & Francis
(Oben / Above) Ich mit Tony, geboren in Buenos Aires, aufgewachsen in Brasilien aber eigentlich US-Amerikaner, spricht englisch, italienisch, portugiesisch und spanisch und spielt Gitarre, das sogar Jack Johnson neidisch wird / Me & Tony, a Mariachi, born in Buenos Aires, grew up in Brazil but is actually an American, speaks English, Italian, Portuguese, Spanish and plays the guitar like a pro


(Oben / Above) Adam & Me

Wednesday, June 14, 2006

Alemania schalalala, Alemania scha lalalala!!!


Deutschland : Polonesien
Na also, nach langem Kampf doch noch gewonnen. Zu Polen ist nur eins zu sagen: IHR KÖNNT NACH HAUSE FAHRN IHR KÖNNT NACH HAUSE FAHRN usw.(noch hundert Mal).
Und von wegen Ecuador: Euer kommender Untergang wird uns den Einzug ins Achtelfinale als Gruppenerster natürlich ermöglichen, so wie es die göttliche Voraussehung für uns eben geplant hat. Man kann sich nicht dagegen wehren.
What is standing above in German i'll tell you in a shortcut in English:
We are as good as World-Champion already!

Da Murphy's Law

- All the good things in life are either illegal, immoral or making you fat -

- Alles Gute im Leben ist entweder verboten, unmoralisch oder macht dick -

Sunday, June 11, 2006

* * *

SUPERMAN MXXII-Undercover in Compton ¡In Cinemas only!


(Arriba) from the left: Roy, Chrizzyboy, Sivan, Karin, Yuval, Alon

Ich kann während der WM einfach nicht hier sein, ich muss in ein Land wo Party ist.Und das kann eigentlich nur Brasilien sein.Ich denk mal in Rio müsste was abgehen.
I just have to go at least to Brazil to see the world cup and have some proper fiesta there. Here the Pubs are almost deserted during the games! That makes me bloody cry. I think i'll make my way to Rio in the next couple of days.

Friday, June 09, 2006

Dieh Schpiehle habän pekonnän!

Heute gings los.Deutschland gegen Costa Rica.Das erste Spiel dieser WM.Ich habe aus Dummheit die ersten 3 Tore verpasst und bin in das Irish Pub hier am Hauptplatz gerannt, cih dachte da geht bestimmt was ab.Aber nix.Nur ein kleiner Trupp von Amerikanern mit einem Franken als Anführer,der genausowenig Ahnung hatte von Fussball wie ich, aber immer Fresse offen.Das war dann der einzige Deutsche, den ich antraf, schade.Bin ins Hostel zurück weil wir ja auch Kabel haben aber alle Gäste haben ausgecheckt und mein Mitarbeiter hat sich nen Scheiss drum gekümmert(Holländer halt).Also sass ich folglich alleine vor dem Fernseher, aber wenigstens haben wir gewonnen.

Tuesday, June 06, 2006

666 - Es geht ab


Heute ist der Tag des Teufels, an dem Satan auf die Erde kommt und vielen Menschen den Kopf abreisst.
Ich war mit ein paar Leuten auf einer Iron Maiden Coverbandparty.Gar nicht schlecht, der Bolivianer der sang, hatte echt eine gute Stimme.Schade nur, das ich mich nach "Aces High" an nicht mehr erinnern kann,wegen Bock(ein 7-prozentiges Bier,HAMMER!!). Aces High, das 3. Lied, blieb mir im Kopf, weil von der Musik-DVD von I.M. zu dem Song irgendwelche komischen Sachen über den Bildschirm flimmerten,so 2ter Weltkriegszeug und das hat mich sehr irritiert.

Tuesday, May 23, 2006

News, Fakten und Zahlen

  1. Ich bin jetzt seit ziemlich genau 6 Monaten unterwegs, das sind 180 Tage oder 4320 Stunden(nach der einfachen Rechnung eines Grundschülers).
  2. In dieser Zeit legte ich gut 7000 Kilometer zurück und überquerte den Kontinent Horizontal auf der Höhe von Valparaíso nach Buenos Aires.
  3. Davon habe ich, abgesehen von einer Woche, jeden Tag mindestens ein Bier getrunken, ass dazu 1 1/2 Schweine, eine viertelte Kuh und 10 Hühner.
  4. Letztes Wochenende ist mir in der Disco meine Jeans in Flammen geraten, jetzt muss ich mir eine Neue kaufen.
  5. Ich habe diesesmal 4 Leute wiedergetroffen,die ich auf meiner letzten Reise genau vor einem Jahr hier kennengelernt habe.
  6. Ich hasse tanzen und Reggaeton ist billige Musik.
  7. Ich arbeite seit 3 Wochen in diesem Hostel, in 7 Tagen hackel ich etwas mehr als 72 Stunden, ohne dabei einen Tag freizuhaben oder gehabt zu haben.
  8. Dabei verdiene ich 50 $US im Monat plus 25 $US Essensgeld die Woche.
  9. In Santa Cruz gibt es genau 0 Sehenswürdigkeiten, dazu nochmal 0 Freizeitaktivitäten aber dafür eine Millionen wunderschöne Frauen.
  10. In ziemlich genau ein paar Tagen geht die WM los, die wir (Deutschland, nicht Bolivien) gewinnen werden.
  11. Ungefähr die Hälfte der Menschheit kann mich kreuzweise.
  12. "Arriba,abajo,al dentro,al centro" ist das kastillianische Pendant zu "von der Mitte zur Titte zum Sack, zack".
  13. Auf hebräisch heisst Prost "Leheim"(gespr.: Lechaim)
  14. Wenn Franzosen beim prosten statt ihrem üblichen "Santé" "Chin Chin" sagen, werden anwesende Japaner rot im Gesicht, reiben sich den Kopf oder die Ohrläppchen. Weil es in ihrer Sprache "Pippimann, Pippimann" heisst und diese zurückhaltenden, kleinen Menschen anscheinend trainiert werden, komisch darauf zu reagieren.

Sunday, May 21, 2006

Yes its true Bitches!


With this Post i want to clarify something and so answer the questions of Billions and Billions of U.S.-Citizens:
Yes, all Germans love David Hasselhoff. His haircut is beloved and widespread beneath the male Teutonic population, supplemented by the country-typical upper lip mustache.
And he's a national hero, because he sang our 2 Germanys together.
Thanks a lot u Smurf, you don't have a clue what you did!

Saturday, May 20, 2006

Bierolyse: Unternehmen "Südliche Hemisphäre"

Dies ist der Teil meines Blogs, in dem ich fremden Zoschen leeren und euch darüber Bericht erstatten werde. Vorab möchte ich noch kurz sagen: In der Not trinkt der Teufel Metül. Man gewöhnt sich wirklich an alles. So enthusiastisch die Noten und Einträge auch seien mögen,verglichen mit den meisten Deutschen Bieren ist das Zeug hier Pipi, dafür haben die aber besseren Rum. Obwohl auch wiederum nichts über ein kräftiges Schlückchen vom Guten Pott geht,um 9 Uhr Morgens.

Bolivien
Paceña (La Paz) = 2; wirklich nicht schlecht Testsieger Bolivien
Huari (Paceña Untermarke) = 1; Spitze,allerdings das Teuerste auf dem Markt
Ducal (Santa Cruz d.l.S.) = 4; Nun Ja, ne, is halt, ne
Colônia (Herkunft im Dunkeln) = 6; Sowas als Bier zu verkaufen ist echt 'ne Frechheit. Vielleicht ist der Name ja eine Anspielung auf's Kölsch, sie wollten es kopieren. Mission erfüllt Jungs!

Chile
Kunstmann Hell = 3 ; Gruenderfamilie sind Deutsche.Ja und?
Kunstmann Bock = 2- ; isst schon besser
Austral = 4 ; wenn alles andere ausverkauft ist,ja
Becker = 5 ; war Foltermethode waehrend des Pinochet-Regimes
Escudo = 1- ; das beste Bier Chiles und bis jetzt ganz S.A.´s Testsieger Chile
HBH(Santiago) = Rubio(Hell)ist OK;Blanco(weiss)zu suess,Negro(dunkel) schmeckt nach nichts

Argentinien
Los Andes = 5 ; mal wieder Pisse
Quilmes Cristal = 2 ; passt,wenn es richtig heiss ist eisgekuehlt am Besten Testsieger Argentinien
Imperial = 6 ; der "Braumeister" gehoert gehaengt
Isenbeck = 2- ; aus der Dose echt fresh
Iguana = 3 ; geht schon

Uruguay
Pilsen = 3 ; geht runter(irgendwie,oder auch nicht) Hier kann es keinen Gewinner geben
Patricia Salus = 4- ; nicht gut,nee
Zillertal = 6 ; schmeichelnder Name,toedlicher Saft

Brasilien
Skol = 2 ; das Meistgetrunkenste hier
Antarctica = 3 ; geht,passt,haut
Antarctica Original = 2 ; besser
Bavaria = 3 ; nur tiefkuehl-eiskalt zu empfehlen
Bavaria Alkoholfrei = 7 ; respektlos
Kaiser = 4- ; deutscher Name und so ein duennes Gesoeff
Polar Export = 6 ; sehr,sehr duenn.Duenner als Wasser
Unser Bier Hell = 3 ; kein deutscher Standard("Biergarten" in Blumenau)
Unser Bier Dunkel = 2 ; besser als das Helle
Bohemia = 1 ; das beste Bier in Brasilien, aber auch das Teuerste
Nova Schin = 4 ; nee
Brahma = 2 ; Das beste Preis/Leistungsverhaeltnis Testsieger Brasil
Brahma Malzbier = 3 ; viel zu suess,nur 4% Vol.

Eisenbahn = nicht probiert (Brauerei in Blumenau)
Conti Cerveja = "grausam" triffts am Besten

nachtraeglich nochmal das beste Bier aus:
Australien : "Carlton Draught","Cascade" und "Tasman Bitter"
Neu Seeland : "Steinlager" und "Flame"
Fiji Islands : "Fiji Bitter"(es gibt nur 2,das Andere,"Fiji Gold" ist sch*****)
Peru : "Arequipeña"
Deutschland : "Hansa Pils - Alles andere ist euer Bier"

Monday, April 24, 2006

Santa Cruz de la Sierra,Bolivien


(Unten) Mein Spezl aus Buenos Aires, Mark "i" Mark, hat mich im Jodanga besucht. War ein lustiges Wiedersehen, verbunden mit einem so gut wie geplanten aber wegen fehlender Ausführung nicht geschehenen Mordanschlag seitens eines Fernsehmoderators auf mich. (Unten) Die Vögel.Die Tauben,die am PLaza rumhängen, fliegen fast immer im Schwarm und durch die Menschen hindurch,manchmal auch an ihnen vorbei.Einmal hat eine mit dem Flügel mein Gehirn gestreift

(Unten) Einer der vielen Helden Boliviens, die alle keine sind.Und zwar weil Bolivien noch nie einen Krieg gewonnen hat und somit rund die Hälfte seiner Fläche einbüssen musste. Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder? Ein anderer Fakt gerade zum Thema ist, das Bolivien in seinen 178 Jahren Existenz als unabhängiges Land(unabhgg. von der sp. Krone) schon mehr als 192 Regierungswechsel hinter sich hat, einmal forderten 3 zur selben Zeit die Macht über das Volk ein.
Eine Taktik der heutigen Staatsmacht, auch unter Evo"Ich trag keinen Anzug und lass mir auch nicht die Haare schneiden"Morales, ist immer noch, die Bevölkerung über die Gebietsverluste der letzten Kriege(Chaco-Region im Süden an Paraguay, Meeranschluss Pazifik an Chile) wütend zu machen und somit die Probleme des Landes zu verdrängen. Oder sogar die (seit über 70 Jahren andauernde) Wirtschaftsmisere davon abhängig zu machen, obwohl der Chacokrieg mit Paraguay schon 70 Jahre, der Pazifikkrieg gegen Chile sogar schon 140 Jahre zurückliegt.

(Unten)Kathedrale von S.C. de la Sierra am Plaza 24 de Septiembre.Einer der schönsten öffentlichen Plätze,die ich bisher in Súdamerica gesehen habe.Blitzeblank,weil man eigentlich nichts darf hier.Man darf sich nicht hinlegen,man darf mit den Füssen die Bänke nicht berühren,man darf nicht auf die Grünflächen steigen,man darf kein Bier trinken usw..Das das Alles auch eingehalten wird,dafür sorgen uniformierte Möchtegern-Bullen,die Park-Miliz.Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Genfer Konvention,die ich oben genannt habe,habe ich selber begangen und wurde zurechtgewiesen.Allerdings gibt es hier auf dem Plaza den besten Kaffee zum niedrigsten Preis.

Eine Atom-Pizza,die so gross war wie der halbe Tisch.Für 100 bol$,10 Euronen!!
(Oben)Der Mann sitzend in der Mitte ist Andres,der Besitzer des Hostels
(Oben) Remco,ein Knabe aus Utrecht,Holland.Wir haben so viele Sachen gemeinsam, das ich ihn schon als eine (billige) Kopie von mir betrachte.Wie das Klon Schaf Molly.Da er aber Deutsch spricht und die Seite kennt,sag ich jetzt einfach mal: War doch nur Spass!!!!!!!!!!!
(Oben) Jodanga Backpacker Hostel,Santa Cruz.Mein neues Zuhause.Hier gibts alles:
Swimming-Pool mit Jacuzzi und Bar mit Grill(sieht man auf dem Bild), Billard-Tisch, Kabelfernsehen mit DVD-Player, Internet, Wäscherei, Küche und saubere, schöne Räume(Dormitorios und Doppelzimmer). Der Chef, Andres, war selber Rucksackreisender in Europa,ein komplett kaputtrelaxter Typ.

Thursday, April 20, 2006

Todeszug Quijarro-Santa Cruz


Das war die wohl zugigste Zugfahrt meines bisher eher unzugigen Lebens. Um 11 Uhr morgens in das nur mit Bolivianern vollgestopfte Stahlross gestiegen in Quijarro, einer dubiosen bolivianischen Kleinstadt an der Grenze zu Brasilien, ich war der einzige Gringo an Bord. Erst hab ich noch einen schönen Doppelsitz für mich alleine ergattern können, doch der Schaffner verfrachtete mich neben einen Typen, der einfach zu fett war und 3/4tel des Platzes brauchte.
Der Zug blieb immer wieder mal für kürzere oder längere Zeit stehen, aus welchen Gründen auch immer und in diesen Pausen liefen Kinder durch die Abteils und verkauften "Jugo de Manzanilla"(Appelsaft), "Pollo,Pollo Frito Pollo!!!!!"(Hühnchen mit Reis und Kartoffeln) und Getränke. Das Essen schmeckt echt super, es wird völlig zu unrecht von den meisten Touris gemieden("öhh ich will nicht wieder Dünnschiss kriegen"). In der Nacht dann hat jeder irgendwie versucht zu schlafen, doch Platz war knapp und es war auch nicht gerade gemütlich. Ich hab dann zwischen den Sitzen auf dem Boden geschlafen. Irgendwann ist der Zug dann stehengeblieben und für eine Ewigkeit nicht weitergefahren, ca. 3 Stunden nicht. Ich konnte in der Zeit nicht schlafen und ich war nervös.
Am nächsten Tag stieg dann ein Mann mit einer Umhängetasche zu. Er fing an zu sprechen. Dazu muss ich sagen,das spanisch für mich immer noch eine Sprache ist, bei der ich mich konzentrieren muss um sie zu verstehen und zu sprechen, nicht wie englisch mittlerweile. Wie der Kerl redete,alter Schwede.Das hörte sich an, als würde er eine Revolte planen und den Zugabteil für seinen Staatsstreich für sich gewinnen wollen.Als er fertig war,rief ich sogar: "Genau,hängt die Schweine,auf zum Palast!"
Doch letzendlich hat er nur Rheumasalbe verkauft.Mach das mal in Deutschland,die Rentner würden dich steinigen und deinen toten Körper demonstrativ durch Bad Segeberg schleiffen.

Saturday, April 15, 2006

Corumbá/Fazenda Écologica Quatro Cantos,Nhecólandía,Mato Grosso do Sul

(Oben) Das was kommen musste,passierte letztendlich.
(Oben) Aliyosha:Wusste nicht wohin
(Oben) Na geht doch!So konnte ich die Schmach des vorigen Tages vergessen.
(Unten) Killer-Mörder-Todesameisen des Grauens aus der Hölle zerlegen einen Schmetterling

Eigentlich bin ich nicht so der Katzenfan,aber die 3 kleinen Nacktmullen waren echt zu süss. Natürlich ist die Karre mitten im Nirgendwo abgekackt,wir wurden zurückgelassen und mussten 10 stunden warten,bis die Heinis kamen,uns aufsammelten und zur nächsten Fazenda brachten(unten)
Die Legende von Crizinho ''Revolver-Kalle'' Gauchó.
Pferde sind komisch.Sie hören nicht auf mich.
(Bild unten)Wieder so ein Guertelding.Das Maedel,das es haelt,hat 3 sek nach dieser Aufnahme die ganze Hand vollgeschissen bekommen.Nebenbei bemerkt sei,dass diese Viecher bestialisch stinken,wahrscheinlich weils unter dem Panzer bei der Affenhitze ganz schön schwitzig wird, wer weiss.
Der Kamerad links im Dunkelblauen ist Japaner,Taro.Er hat sich fuer insgesamt einen Monat im Pantanal eingemietet.Für vieeeel Geld.Dabei könnte ers so einfachen haben.Raus mit Haengematte und Machete und überleben.Der kleine Mann hats nämlich drauf,es ist wie bei Superman und Clark Kent: Wie ihr ihn jetzt seht ist er ganz normal,ein unscheinbarer Tourist,der dumme Fragen stellt,aus dem Mund riecht und vom Pferd fäellt.Doch wenn er sich sein weisses Handtuch mit irgendwelchen japanischen Inizialien um den Kopf bindet...oh mann.
Dann weiss er alles über die Tierwelt,von der Made bis zum Blauwal,dann springt er barfuss durch den Busch und fängt aller Hand Getier.Dazu reitet er das Pferd wie ein Samurai und fäengt in wenigen Minuten ein paar Prachtexemplare von Piranha.Das ist eindeutig die Macht des Feng Shuis oder Wasabi oder Takeshi oder so.

(Unten) Unser Guide beim Zubereiten der gefangenen Piranhas.Die Viecher schmecken echt sehr gut,haben aber leider viele Gräten.
(Bild unten)Ich im Wasser beim fischieren.Auf der anderen Seite schwammen die ganze Zeit Kaimane oder ander Echsen rum.Wollten bestimmt was ergattern.Aber nicht bei mir,der Waidmann hat sich nicht um mich geschissen.In 4 Stunden keinen einzigen Piranha rausgezogen.Dafür haette mir einer von diesen fast die Eier abgebissen,als mir ein Köder entglitt und auf Schritthöhe eines dieser Biester danach schnappte.

(Oben)Mit dem Traktor zum Angeln.Brasileiro-Style.

(Unten)Ein Tucan.Nein,er ist nicht ausgestopft.

(Unten)Ein Gürteltier.Das heisst so,weil man Gürtel daraus macht.Hört sich komisch an,ist aber so.
Nach 18 Stunden Busfahrt von Rio aus in Corumbá,Hauptstadt des stickig-heissen Pantanals,angekommen.Auf meiner letzten Reise war ich auch schon hier,bin von La Paz(Bol) über Santa Cruz(Bol),von hier aus mit dem berüchtigten Deathtrain nach Quijarro and der Grenze zu Brasilien.Dann rüber nach Corumbá. ich hatte noch 10 Tage Zeit,um meinen Rückflug nach München aus Sao Paulo zu erwischen.Doch die brasilianischen Grenzer machten mir (vorläufig) einen Strich durch die Rechnung.Weil ich die Gelbfieberimpfung nicht hatte,sollte ich sie hier machen lassen.Doch ich muss 10 Tage in dieser Stadt verbringen,bis es wirkt.Da es aber Freitag Abend war und die Impfstelle am Wochenende geschlossen hat, ging das irgendwie nicht,es sei denn man zahlt den Rückflug aus eigener Tasche. Mit Hilfe eines 60-jährigen,geistig gestörten Griechens(Kindergeldzuschuss für die Beamten) aber gelang es mir aber dann doch,noch rechtzeitig in Sao Paulo zu sein.In dem Hostel,in dem ich abgestiegen bin,wohnte zu jener Zeit(und heute immer noch) eine Familie,dessen Angehörige sehr sehr seltsame und teils auch Mir-auf-den-Wecker-gehende Arschlöcher sind.Man kann die nichts fragen,nicht mal die Uhrzeit,100% jeder sagt was anderes.Die 2 Promoter,die jeden Tag zur Bahnstation gehen um Touristen ins Hostel zu bringen und für die Pantanal-Tour zu begeistern,sind die Schlimmsten.Einer von ihnen spricht eine Mischung aus portugiesisch,spanisch und englisch mit mir,obwohl ich diesem Hund schon x-mal gesagt habe das ich alle diese Sprachen verstehe,aber nicht wenn der satzt lautet: Ahah,ola Germany(mein Name) you go amanha to pantanal?Nao? Porque not,tu no have dineiro,we can fazer make preço especial!

Also,ich weiss nicht wieso,ich bin wieder in dieses Hostel gegangen.Und es war wieder genauso.Aber 6 Monate Südamerika machen einen definitiv entspannter und ich hab einfach drauf geschissen und alles ignoriert und die Tour gebucht. Und tatsächlich,sie haben mir einen Preis gemacht der fast 100 Euros niedriger ist als der den die anderen zahlen.Weil ich ein Freund der Familie bin.Aha.

2 Tage mussten Aliyosha(ein anderer Touri) und ich warten,bis es endlich losging.Der Truck(in der Sprache dieser Dschungelkönige schlicht¨Toyota¨) war nämlich kaputt,ach sowas.Dann am nächsten Tag haben sie uns um 10 Uhr morgens aufgeweckt und sagten es ginge los,das zog sich dann noch bis 11 Uhr nachts hin,der Toyota ist nämlich auf dem Weg von der Werkstatt zum Hostel nochmal kaputtgegangen.Wir sind dann die halbe Nacht durchgefahren zu einem Camping-Lot,das auch zum Hostel gehört,50 km im Pantanal.Die Farm liegt 240km weit drinnen.Weil der Fahrer den Rest nicht gepackt hätte,Zitat:"If go now i me dead!!!".Das wollten wir natürlich nicht und deshalb haben wir in den Hängematten dort geschlafen.Gewaschen haben wir uns in einem direkt angrenzenden See,an dessen Ufern manchmal Krokodile in der Sonne fleezten mit offenem Maul.Und Mosquitos...Am nächsten Tag sehr früh(11 Uhr morgens nach brasilianischer Zeitrechnung) losgefahren und den ganzen Tag bis spät in die Nacht absolut Offroad gepaced,keine Strasse,nichtmal ein Pfad,durch Tümpel bis halbe Seen(was eben mit dem Truck möglich war,ansonsten wurde umfahren) gefahren.Riesige Wiesen und Steppenlandschaft durchquert,durch Regenwald gefahren sodass mir die Äste in die Fresse schlugen.Bis um ca. 1 Uhr Nachts der geliebte Toyota dann doch steckenblieb.Mitten im schlammigen Uferwasser,kein Trinken mehr,nichts zu Essen,nichts zu tun.Alle Männer haben sich zu Fuss aufgemacht zur Farm,nach ihren Angaben etwa 15 km entfernt.Also blieben Aliyosha und ich("ihr könnt hierbleiben"Danke),sowie eine Arbeiterin von der Farm und die verschrumpelte,ständig Schwachsinn erzählende Mutter und Farmbesitzerin auf dem Truck.Weil es mir schon nach kurzer Zeit langweilig wurde,sprang ich in den See mit meiner Taschenlampe und leuchtete ein wenig die Gegend ab und wollte rumwandern.Doch die Farmarbeiterin riet mir,wieder hoch zu kommen,denn hier gibt es Sumpfnattern(wobei nicht eindeutig klar war ob sie die Schlangengattung meinte oder die Mutter) die du nachts nicht siehst,aber wenn du von ihnen gebissen wirst,ist es aus.Aber wirklich.Denn niemand im Pantanal hat ein Gegengift(verdirbt ungekühlt genauso schnell wie Milch) und bis Corumbá macht mans nichtmehr,weil das Gift schon nach 20 Minuten tötet.Am Anfang noch trotzig getan à la Scheiss auf dich und deine Meinung,dann aber doch etwas Schiss gekriegt und wieder zurück auf den Jeep. Nach 2 Stunden Warten und 3000 Mückenstichen(aussschliesslich an den Füssen) kamen die Mannen mit einem Traktor zurück und wir wurden letztendlich doch noch zur Fazenda transportiert.Dort angekommen erstmal rchtig schön durchgeknäkkt.Was bis zur Abreise geschah,seht ihr grösstenteils auf den Fotos oben.Leider hatten wir etwas Pech mit Tieren.Oder besser gesagt ich.Denn immer wenn etwas spannendes losging,hate ich entweder meine Kamera nicht dabei,oder ich war zu faul um sie rauszuholen und Fotos zu machen.Das bereu ich dann später immer.Was uns haufenweise vor die Linse kam,waren Kapiware(Wasserschweine),Rotwild,Ameisenbären,Gürteldinger,Aras(Papageien),Mücken, Kaimane und andere Tiere,aber nichts Hammeraufregendes wie ich es mir vorgestellt habe,z.B. Alligatoren(die einen nicht so einfach neben sich schwimmen lassen),Anakondas und andere Schlangen,die die Macht haben,dir das Licht auszupusten.Es war insgesamt eher wie ein Angel- und Reitausflug, sowie ein gutes Training ums sich in Geduld zu üben.

Denn da war nämlich noch die Rückfahrt.Wir mussten um 3 Uhr morgens aufstehen, weil Vicky(andere Reisende) den Bus nach Bonito um 13 Uhr desselben Tages kriegen musste("das schaffen wir schon,wir fahren einfach ohne Pause durch",Zitat Walter,Beruf Fahrer).Da ich den Verein ja schon kannte,hab ich noch am Vorabend gesagt,es wäre reine Zeit- und Schlafverschwendung,so früh aufzustehen.Doch es geschah anders und so sind wir um 3 also mit einem Traktor+Anhänger zu der Stelle getuckert,an dem der Truck geparkt war,weil es für ihn unmöglich war zur Farm vorzudringen.Dann also umgestiegen.Bis dahin waren wir noch prima in der Zeit und eien wunderschönen Sonnenaufgang gabs noch dazu.Doch nach 2 Stunden Fahrt ist der Hinterantrieb ausgefallen und es ging nur noch ganz langsam weiter.Dann fing es auch noch an zu regnen,der Truck war übrigens nicht überdacht,und wir haben eine provisorische Notplastikplane drübergezogen.Das Gelände war sehr sandig,die Karre blieb die ganze Zeit stecken,wir mussten alle 2 min raus und anschieben.Nach einer halben Stunde dieses lustigen Spiels ist dann auch noch die Vorderachse ausgefallen oder irgendsowas,auf jeden Fall wars dann aus.Zu dem Zeitpunkt war es 12:00 Uhr,d.h. nichts mit Bus nach Bonito.Vicky war verständlicher Weise nicht sehr erfreut über diese Tatsache.Von einer nahegelegenen Fazenda holten die Jungens einen Traktor,um den Toyota abzuschleppen.Also Truck und Trucktor weg. Von der Farm aus telefonierten sie mit einem anderen Fahrer vom Camping-Lot,das angeblich nur 1 1/2 Stunden von der Bruchstelle entfernt lag,und gaben ihm Anweisung uns abzuholen.So freuten wir uns alle auf 16:00 geschätzte Ankunftszeit.Doch er kannte den Weg dorthin nicht,weil er ein Neuling ist. Trotzdem liefen die insgesamt 4 Leute(Walter,Carlos der Guide,ein Farmarbeiter und ein Junge der immer das Maul offen hatte,hoffnungsvoll dem Truck entgegen.Zu dem Zeitpunkt war es 14:00.Vicky,Aliyosha,Gina(ein anderer Guide) und ein Mann,"Sloth"(Faultier,weil er die ganze Zeit entweder schlief oder im Wald verschwand,wahrscheinlich um Ameisen aus ihren Bauten zu saugen) warteten an der Stelle.Wir warteten.Wir warteten.Und warteten.Nichts passierte. Dann wurde es dunkel,wir machten Feuer.Irgendwann dann gegen 9 oder 10 Uhr kamen die Zipfeln dann auf einem Traktor,überbrachten uns die Nachricht von der Unfähigkeit des Fahrers ohne ihre eigene zuzugeben.Wir fuhren dann auf die Farm einer befreundeten Familie.Wir assen,ich stieg in eine knöcheltiefe Lache aus Hundepisse und dann fragte uns die alte Muddi(die Terrorchefin),ob wir heute Nacht hierbleiben oder zum Camping weiterfahren wollten,dabei hat sie eindeutig den Schwerpunkt auf "Hierbleiben" gelegt,doch wir dachten,je näher an Corumbá,desto sicherer kommen wir an.Also sagten wir,wir wollen weiter.Dann sagte sie,wir sollen uns doch in die Hängematten legen und uns ausruhen,sie wird uns dann wecken wenn Abfahrt ist.Natürlich geschah das nie und wir schliefen bis 11 Uhr des nächsten Tages.Doch dann gings los,fast bis zum Ende,auf der Fahrt hab ich mir ein Bier gekauft,oh mann hat das gut geschmeckt.Eine Woche lang keinen Schluck!

Diese 7 Tage waren echt hammerhart,das wahre Abenteuer waren die insgesamt 3 Tage Hin-und Zurück,was normaler einen Tag dauern würde.Ich glaube,selbst die Jamaikanische Kegelnationalmannschaft ist noch besser organisiert,aber hey: was solls?


Tuesday, April 04, 2006

Maracaná,Caipirinhas und Shotgun-Charlie


Yo ge Buaschi,des woa a moi a gonz wuida Dog!
Erst war ich mit ein paar Leuten aus aller herren Laender im Fussball-Tempel ueberhaupt, Maracaná.Hier hat schon Alles gespielt,was in Brasilien Rang und Namen hat.Von Pelé bis Ronaldinho.Die Partie war "Botafogo vs. Madureira".Botafogo ist ein groesserer Club in Rio, Madureira eher ein kleiner.Anlass des Spiels waren die Finals der Carioca-Champions.
Die Fans von Botafogo sind groesstenteils Hooligans,es hat dementsprechend gebrannt im Stadion.Maracaná hat eine eigene Feuerwehr!Die musste auch die ganze Zeit ausruecken weil die Botafogistas brennende Klopapierrollen,Feuerwerkskoerper und ohrenbetaeubend laute Boeller aufs Spielfeld werfen wollten.Ja,die Sicherheitvorkehrungen sind duerftig.Also hat es unter dem Fanblock angefangen zu brennen.Ich hab vom Spiel fast nichts mitgekriegt,es war auch nicht wirklich gut,aber die Atmosphaere war unbeschreiblich.
Dann nachts mit Sonni,einer Norwegerin,und einem Brasilianer aus Sao Paulo dessen Namen ich vergessen habe,in seiner Karre(nicht die Schlechteste) durch das naechtliche Rio gebraust und Caipi getrunken in Ipanema und Copacabana.War ganz nett zu sehen,hab wie ein Epileptiker rumgezappelt auf der Tanzflaeche zu Samba und Forró(sprich "Fuho").
Dann sind ein paar Dinge passiert die ich besser nicht hier reinschreibe,auf jeden Fall war Sonni befor wir in den Diskos waren in einem Favela.Dort hat sie eine Bar gesehen und dort wollten wir etwas trinken gehen. Um 2 Uhr nachts. 3 Weisse. Allein im Favela. Wie schlau. Aber ganz ehrlich,ich hab mich keine Sekunde unwohl gefuehlt. Ausser als wir feststellten,das die Bar geschlossen war und ich mich umdrehte und ein Drogendealer um die Ecke kam,mit einer Pump-Gun in den Haenden,mit der er mir in einem Meter Abstand zwischen die Augen zielte. In der Griff-Hand hielt er einen Sack mit Gut und Gerne einem halben Kilo Koks,abgepackt in kleine Grammbeutelchen.
Er fragte mich was wir hier machen,wer wir seien und das wir wohl nicht mehr ganz sauber sind(O que voces fazam aqui,quem sao voces,voces sao loukos?????).
Es wurde dann noch ganz lustig,haben uns mit ihm angefreundet,lag auch daran das Sonni zu lange in Columbien verbracht hat und wie eine Puffmutter Spanisch spricht,was ja nicht allzu entfernt vom Portugiesischen ist.Als dann allerdings sein Boss kam wurde er wieder ernster und um keine Probleme zu bekommen,kauften wir ein Paeckchen Coke.Was solls,8€ fuer einen heilen Koerper ist akzeptabel.
(Picture of Cristo Redentor,Corcovado by Benny Ben Oliel)